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VIE-Klimaschutzoffensive: Flughafen Wien auf dem Weg zum CO2-neutralen Betrieb: Errichtung der mit rund 24 Hektar größten Photovoltaikanlage Österreichs gestartet

Mit bereits acht PV-Anlagen wird der Airport künftig rund 30 Millionen Kilowattstunden jährlich Sonnenstrom erzeugen – so viel wie rund 7000 Haushalte verbrauchen.


Der Flughafen Wien beschleunigt die Klimaschutzoffensive auf dem Weg zum CO2-neutralen Betrieb. Herzstück ist dabei die großflächige Stromerzeugung mit Photovoltaik. Im Rahmen des Spatenstichs vor Ort gaben Magnus Brunner, Staatssekretär im Verkehrsministerium; Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich; Stephan Pernkopf, Landeshauptfrau-Stv. und Landesrat für Energie, Landeskliniken und Landwirtschaft in NÖ; Peter Hanke, Finanzstadtrat der Stadt Wien, sowie die Flughafen Wien-Vorstände Günther Ofner und Julian Jäger den Startschuss für die Bauarbeiten. Nach Inbetriebnahme im Frühjahr 2022 wird die Anlage mit rund 55.000 Solarpaneelen auf einer Fläche von ca. 24 Hektar eine Leistung von rund 24 Megawatt Peak liefern. Mit den acht PV-Anlagen wird der Flughafen Wien jährlich rund 30 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom und damit etwa 30 Prozent seines Jahresstromverbrauchs aus Sonnenenergie beziehen.

„Die Bundesregierung hat ambitionierte Klima- und Energieziele, unter anderem 100% sauberen Strom in und aus Österreich bis 2030. Um diese Ziele zu erreichen, setzten wir auf Investitionen, Innovation und Zusammenarbeit. Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz ist dafür der notwendige Rahmen. Ich bin überzeugt: Klimaschutz und Wirtschaft gehen Hand in Hand. Mit der größten Photovoltaikanlage Österreichs und künftig in Summe 8 PV-Anlagen setzt der Flughafen Wien ein klares Signal für eine nachhaltige Energiezukunft“, betont Staatssekretär Magnus Brunner.
„Der Flughafen Wien-Schwechat stellt mit der größten Photovoltaikanlage Österreichs ab 2022 die Weichen dafür, einer der ersten Green Airports Europas zu werden. Hier eint den Flughafen und das Land Niederösterreich, Vorreiter im Bereich des Klimaschutzes zu sein. Denn Niederösterreichs Landesverwaltung wird bereits 2035 zur Gänze klimaneutral sein. Dafür verzehnfachen wir die Stromerzeugung aus der Sonnenkraft und verdoppeln die Leistung aus der Windenergie.“, sagt Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich.

„Solarenergie, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse sind wichtige Säulen der niederösterreichischen Energiewende. Seit 2015 erzeugen wir 100 Prozent des gesamten Strombedarfs in unserem Bundesland aus Erneuerbarer Energie. Derzeit haben wir in NÖ rund 40.000 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 325 Megawatt und unser Ziel ist, diese Leistung bis 2030 zu verzehnfachen. Die neue Anlage des Flughafens wird dazu wesentlich beitragen.“, erklärt Stephan Pernkopf, LH-Stellvertreter und Energie-Landesrat im Land Niederösterreich.

„Klimaschutz hat für die Stadt Wien höchsten Stellenwert und das Ziel ist klar: Wien wird bis 2040 klimaneutral. Dazu investiert die Stadt seit vielen Jahren in Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft, Fernwärme und andere Technologien. Sonnenenergie spielt dabei eine wichtige Rolle: Wien wird die Stromerzeugung mittels Photovoltaik (PV) im Stadtgebiet bis 2025 auf zumindest 250 MWpeak und bis 2030 auf 800 MWpeak steigern.“, erörtert Peter Hanke, Finanzstadtrat der Bundeshauptstadt Wien.

„Trotz Corona-Krise setzt der Flughafen seine Klimaschutzoffensive konsequent fort: Wir nehmen im Frühjahr 2022 Österreichs größte Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 24 Megawatt Peak in Betrieb. Künftig werden wir so rund ein Drittel unseres Jahresstromverbrauchs mit Sonnenenergie decken. Unserem Ziel, einer der ersten „Green Airports“ Europas zu werden, der seinen Betrieb CO2 neutral führt, kommen wir so einen großen Schritt näher.“, erläutert Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.

„Obwohl die Luftfahrt mit 2,7% nur einen kleinen Teil der weltweiten CO2-Emissionen verursacht, übernimmt sie hier Verantwortung: Mit Photovoltaik, E-Mobilität und neuen Technologien zur Verbesserung der Energieeffizienz reduziert der Flughafen Wien konsequent seinen CO2-Ausstoß. Die größte Chance für den Klimaschutz liegt allerdings in synthetischen Kraftstoffen. Die Technologie gibt es – nun braucht es Beimengungspflichten und Investitionen in Forschung und Entwicklung, um die Verbreitung zu fördern und Geschäftsmodelle zu schaffen.“, hält Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, fest.

Flughafen Wien betreibt künftig acht Photovoltaikanlagen
Mit einer Fläche von 24 Hektar am Rande des Flughafen-Areals wird die neue PV-Anlage die achte am Airport – und größte Freiflächenanlage Österreichs – sein. Rund 55.000 PV-Paneele werden eine Leistung von ca. 24 Megawatt Peak liefern. Die neue Anlage ist die achte PV-Anlage am Airport: Seit 2016 betreibt der Flughafen Wien sechs Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern des Hangars 7, der alten Winterdiensthalle, des Air Cargo Centers, auf dem Areal der ehemaligen Kläranlage, dem neuen Office Park 4 und seit kurzem auch auf dem Dach des Parkhauses 8. Eine siebente Anlage entsteht derzeit auf dem Dach des Parkhaus 3 und wird bis Ende 2021 in Betrieb gehen.

30 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr
Mit allen acht Anlagen wird der Flughafen Wien rund 30 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen – das entspricht etwa dem Stromverbrauch von rund 7000 Familien pro Jahr. Künftig wird der Airport etwa ein Drittel seines Strombedarfs über Sonnenenergie decken. Damit und mit der Umstellung der Fernwärmeversorgung der OMV auf CO2-Neutralität ab 2022 reduziert der Flughafen Wien seine CO2-Emissionen weiter deutlich. Bereits in den letzten Jahren konnte der Airport seinen CO2-Ausstoß pro Verkehrseinheit um 70% und Energieverbrauch um mehr als 40% senken. Noch vor 2030 wird der Flughafen Wien seinen Betrieb CO2-neutral führen und einer der ersten Green Airports Europas werden.

Zahlreiche weitere Maßnahmen für Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
Die Erweiterung der Photovoltaik-Anlagen ist nur eine von vielen Maßnahmen im Rahmen des energieeffizienten Umweltmanagements am Flughafen Wien. So setzt der Airport verstärkt auf E-Mobilität und betreibt eine E-Flotte mit aktuell mehr als 380 E-Fahrzeugen. Die Beleuchtungssysteme werden sukzessive auf energiesparende LED-Systeme umgestellt. Der 2020 in Betrieb genommene Office Park 4 nutzt Erdwärme und wurde mehrfach als nachhaltigstes Bürogebäude Österreichs ausgezeichnet. Eine gemeinsam mit der TU Wien entwickelte Smart City Steuerungssoftware unterstützt bei der Energieoptimierung bestehender und künftiger Bauten. Das Engagement der Luftfahrt für mehr Klimaschutz ist groß, tatsächlich ist der Anteil der Luftfahrt an den weltweiten CO2-Emissionen gering: Weltweit ist die Luftfahrt für nur rund 2,7% der CO2-Emissionen verantwortlich. Innereuropäisch beträgt der Anteil 0,52% und in Österreich nur 0,16%.

Rückfragehinweis :
Pressestelle Flughafen Wien AG
Peter Kleemann, Unternehmenssprecher
Tel.: (+43-1-) 7007-23000
E-Mail: p.kleemann@viennaairport.com
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